Effizienz wird in Q1.2 als fachliche Beobachtung aufgebaut:
Wie viele Vergleiche entstehen? Wie viele Verschiebungen oder Tauschoperationen sind nötig?
Wie verändert sich das Verhalten bei größeren Eingaben?
Laufzeit beschreibt, wie die Zahl der benötigten Verarbeitungsschritte mit der Eingabegröße wächst.
In Q1.2 wird sie über Vergleiche, Vertauschungen und Durchläufe analysiert.
| Verfahrenspaar |
Beobachtung |
Fachliche Folgerung |
| Lineare vs. binäre Suche |
Lineare Suche prüft häufig viele Elemente; binäre Suche halbiert den Suchraum. |
Sortierung als Vorarbeit ermöglicht später deutlich schnellere Suche. |
| Selection / Insertion / Bubble |
Alle drei sind iterativ, unterscheiden sich aber in Vergleichs- und Bewegungsmustern. |
Algorithmuswahl hängt von Datenlage, Ziel und Aufwand ab. |
Differenzierte Fallanalyse am Beispiel lineare Suche
| Fall |
Vergleiche (bei Array-Länge n) |
Bedeutung |
| Best Case |
1 |
Gesuchtes Element steht direkt am Anfang. |
| Worst Case |
n |
Element steht am Ende oder kommt gar nicht vor. |
| Average Case |
n/2 |
Im Mittel wird etwa bis zur Mitte geprüft. |
Die drei Fälle zeigen: Effizienz ist nicht nur „eine Zahl“, sondern hängt von der
Eingabesituation ab. Für fundierte Bewertung werden Best-, Worst- und Average-Case gemeinsam betrachtet.
Kausale Effizienzerklärung (Ursache → Wirkung)
- Lineare Suche braucht bis zu n Schritte: Pro Durchlauf wird nur genau ein neues Element ausgeschlossen.
- Binäre Suche braucht etwa logarithmische Laufzeit: Pro Schritt fällt ungefähr die Hälfte des aktuellen Intervalls weg.
- Einfache Sortierverfahren sind oft quadratisch: Ein äußerer Durchlauf über n Positionen kombiniert sich mit inneren Vergleichen/Verschiebungen.
Kausale Lesart: Bei der linearen Suche kann im ungünstigen Fall jedes Element geprüft werden
(n Vergleiche). Bei der binären Suche wird der Bereich pro Schritt halbiert
(log n Schritte). Einfache iterative Sortierer benötigen häufig verschachtelte
Wiederholungen – dadurch entsteht oft eine quadratische Tendenz (n²).
Mini-Vergleich: Bei n = 8 sind lineare 8 Prüfungen vs. binär ca. 3 Schritte plausibel;
bei n = 1000 etwa 1000 vs. ca. 10. Der strategische Unterschied wächst mit der Datenmenge.
Auf erhöhtem Niveau kommt mit effizienten Sortieralgorithmen
(z. B. Quicksort im Tool) ein Verfahren hinzu, das im Mittel deutlich besser skaliert als die einfachen n²-Verfahren.
Lineare Suchen
Binäre Suchelog n
Insertion Sortn²
Selection Sortn²
Bubble Sortn²